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augusztus 23. - Orgonaest a freibergi dómban

hozzáadva: 2012.08.23 20:00
  
Orgonaest a freibergi dóm Silbermann orgonáján

Abendmusik a freibergi dóm legendás Gottfried Silbermann orgonáin.

16. Abendmusik: Balázs Szabó, Budapest


Freiberger Dom
Untermarkt 1, 09599 Freiberg


Ticketpreise 8,00 € und Ermäßigungen


Kleine Silbermann-Orgel
 
J. S. Bach: 36 Choräle (Neumeister Sammlung)
                        Wir glauben all an einen Gott
                        Aus tiefer Not schrei ich zu dir
                        O Lamm Gottes unschuldig
G. Muffat: Toccata Quinta
 
Große Silbermann-Orgel
 
J. S. Bach – F. Liszt: Einleitung und Fuge aus J. S. Bachs Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis”
J. S. Bach – F. Liszt: Adagio aus IV. Sonate für Violine und Cembalo
J. S. Bach: Christ, der du bist der helle Tag BWV 1120 (Neumeister Sammlung)
J. S. Bach: Fantasia super Christ lag in Todesbanden BWV 718
J. S. Bach: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr BWV 1115 (Neumeister Sammlung)
J. S. Bach: Praeludium (Toccata) und Fuge C-Dur BWV 566



Freiberger Dom, große Orgel

Disposition

 

Brustwerk

Hauptwerk

Oberwerk

 

Gedackt 8'

Bordun 16'

Qvintadehn 16'

 

Prinzipal 4'

Principal 8'

Principal 8'

 

Rohrflöt 4'

Viola di Gamba 8'

Gedackt 8'

 

Nassat 3'

Rohrflöt 8'

Qvintadehn 8'

 

Octava 2'

Octava 4'

Octava 4'

 

Tertia 1 3/5'

Qvinta 3'

Spitzflöt 4'

 

Qvinta 1 1/2'

Sup. Oktav 2'

Sup. Octav 2'

 

Sufflöt 1'

Tertia 1 3/5'

Flaschflöt 1'

 

Mixtur 3fach

Cornet 5fach (ab c1)

Echo 5fach (ab c1)

 

Pedalwerk

Mixtur 4fach

Mixtur 3fach

 

Untersatz 32'+16'

Zimbeln 3fach

Zimbeln 2fach

 

Princ. Baß 16'

Trompet 8'

Krumbhorn 8'

 

Sub Baß 16'

Clarin 4'

Vox humana 8'

 

Octav Baß 8'

 

 

 

Octav Baß 4'

Nebenregister

Sperrventile

 

Ped. Mixtur 6fach

Tremulant (ganzes Werk)

Schiebekoppel I - II

 

Posaun Baß 16'

Schwebung (Oberwerk)

Schiebekoppel III - II

 

Tromp. Baß 8'

 

 

 

Clar. Baß 4'

 

 

Der Bau der großen Orgel des Freiberger Domes fällt mit dem Beginn von Silbermanns Schaffen in Sachsen zusammen. Lediglich ein kleines Werk – die Frauensteiner Orgel – konnte er vorweisen, als er 1710 den Auftrag erhielt, und die war noch nicht einmal fertig. Sicher war ein Empfehlungsschreiben des Leipziger Thomaskantors Johann Kuhnau sehr hilfreich. Der ursprüngliche Dispositionsentwurf ließ noch deutliche elsässische Einflüsse erkennen: 41 Register waren vorgesehen, verteilt auf Pedal Hauptwerk, Brustwerk und Rückpostiv (!) sowie Pedal. Ein überarbeiteter Entwurf sah dann allerdings statt des Rückpositivs ein Oberwerk vor, die Registerzahl blieb unverändert. Auf Basis dieses Entwurfes wurde dann am 8. Oktober 1710 der Bauvertrag abgeschlossen. Das Gehäse der Orgel wurde von Elias Linder, Domorganist seit 1711, entworfen, der Tischler Georg Lampertius fertigte es nach dieser Vorlage. Die Holzbildhauer-Arbeiten stammten von Johann Adam Goergi.
Am 13. und 14. August 1714 wurde die Orgel von Thomaskantor Johann Kuhnaus und dem Altenburger Hoforganisten Gottfried Ernst Bestel geprüft. Der Bericht vom 17. August weist gegenüber dem Vertrag folgende Erweiterungen aus: Im Oberwerk wurde zusätzlich eine Quintaden 16', im Brustwerk eine Sufflöt 1' und im Pedal ein Untersatz 32'+16' eingebaut.
Somit hatte die Freiberger Domorgel 44 Register, und mit dieser Disposition ist sie bis heute erhalten.
Die Gesamtkosten des Instrumentes beliefen sich auf 4162 Taler.

Umbauten in den 20er und 30er Jahren und zwischen 1953 und 1985 betrafen zum Glück nicht die Dispostion des Werkes, waren aber sehr wohl klangbeeinflussend. 1920 wurde ein Elektroventilator und ein großer Schwimmerbalg eingebaut und die Windtrennung von Manualen und Pedal aufgehoben, das Werk wurde nachintoniert. 1933 wurde die Qvintadehn 8' im Oberwerk wegen angeblichem Zinnpestbefall neu hergestellt und die Stimmung des Instrumentes wurde verändert. 1939 wurden die Zungestimmen überarbeitet. 1953 wurde die 1920 aufgehobene Windtrennung rekonstruiert und der Manualwind erhielt einen Doppelfaltenmagazinbalg. Der Winddruck wurde dabei irrtümlich zu niedrig eingestellt. Die Stimmung wurde auf gemildert mitteltönig eingerichtet. 1962 wurde für das Oberwerk ein kleiner Schwimmerbalg eingebaut und die Stimmung nochmals verändert.
1981 bis 1983 wurde die Orgel von Orgelbau Jehmlich, Dresden, grundlegend restauriert. Unter anderem wurde dabei der Winddruck dem ursprünglichen Wert angenähert und die Intonation korrigiert.




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